Rettungskarte - Freiwillige Feuerwehr Haslach





Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Rettungskarte

Informationen
Auf unseren jährlichen Kommandantenversammlungen wird dieses Thema immer wieder angesprochen.
Da der Gesetzgeber noch keine klare Richtlinie vorgibt, 
werben wir hier für die Rettungskarte für Ihre Sicherheit und für die Arbeitserleichterung unsererseits.

Im Notfall zählt für die Personenrettung jede Sekunde. 
Gerade bei schweren Autounfällen haben die Rettungskräfte wenig Zeit, um verletzte Personen aus dem Fahrzeug zu befreien.
Hier zählt jede Sekunde, um Gesundheit und Leben zu retten.
Deshalb brauchen die Rettungskräfte (Feuerwehren) umfassende Informationen über das verunglückte Auto. 
Sie müssen wissen, wo sich Batterien, Airbags, Tanks oder elektrische Teile (z. B. bei Hybridfahrzeugen) befinden.
Außerdem müssen sie wissen, wo das Fahrzeug gefahrlos und schnell aufgeschnitten werden kann - und zwar dort, wo sich keine Karosserieversteifungen oder Starkstromleitungen befinden.

Diese Informationen liegen bisher nicht direkt an der Einsatzstelle vor.
 
Im Notfall zählt für die Personenrettung jede Sekunde. Gerade bei schweren Autounfällen haben die Rettungskräfte wenig Zeit, um verletzte Personen aus dem Fahrzeug zu bergen. Besonders kritisch wird es, wenn mehrere Fahrzeuge verwickelt sind.
Die Goldene Stunde, die 20 Minuten Alarmierung, 20 Minuten Rettung und 20 Minuten Abtransport beinhaltet, gerät in Gefahr. Je schneller die Rettung erfolgt, desto besser kann Gesundheit und Leben geschützt werden. Gelang die Rettung von Schwerverletzten nach Autounfällen aus Fahrzeugtypen mit Baujahr 1990 bis 1992 in 40 Prozent der Fälle in weniger als 50 Minuten, verlängert sich die Zeit bei Modellen mit Baujahr 2005 und jünger, auf mehr als eine Stunde.
Das Mitführen einer Rettungskarte kann diese Zeit verkürzen! Die Erkenntnisse der Unfallforschung belegen, dass durch den flächendeckenden Einsatz der Rettungskarte in Europa jährlich bis zu 2500 Unfalltote verhindert werden könnten.
Das Problem:

Nahezu alle Autohersteller entwickeln seit Jahren eine Vielzahl von Modellen, jeweils mit spezifischen Konstruktions-Details und Ausstattungen.
Dadurch wird die Rettung für die Feuerwehren zu einem Problem. Sie benötigen wichtige Informationen über die Fahrzeugbeschaffenheit, um zügig voranzukommen ohne dabei die Insassen und auch sich selbst zu gefährden.
Jeder Handgriff muss sitzen:

Die Rettungskräfte müssen wissen, wo sich Airbags, Batterie, Tanks (evtl. Gas), elektrische Leitungen, Druckzylinder usw. befinden.
Besonders wichtig sind auch konkrete Informationen über Karosserieversteifungen, um eine Rettungsschere effektiv einsetzen zu können.
Bei immer mehr Modellen mit Hybridtechnologie müssen die zusätzlichen Batterien sowie die im Fahrzeug verlaufenden Stromleitungen
(650 V Hochspannung) bekannt sein und berücksichtigt werden.
Die Lösung:

Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde durch gemeinsame Initiative des VDA, Automobilclubs und aller namhaften Autohersteller die Rettungsdatenblätter bzw. Rettungskarten entwickelt.
Hierbei handelt sich um ein farbiges DIN A4-Blatt (Hybrid 3 Blätter) welches am Fahrzeug vor Ort Aufschluss geben kann.
Die Rettungskarte ist z.Z. die zuverlässtigste Informationsquelle, andere - z.B. digitale - Lösungen sind noch nicht ausgereift.
DIE RICHTIGE POSITIONIERUNG

Jetzt kommt es darauf an, dass die Rettungskräfte schnell Zugriff auf das Datenblatt haben. Hierfür wurde eine spezielle Rettungskartentasche „Safetybag“ entwickelt. Mittels einer Adhäsivoberfläche haftet die Tasche einheitlich platziert an zwei favorisierten Positionen von innen an der Scheibe und leuchtet sogar bei Nacht durch Lichteinwirkung.

Bisher wurde eine Positionierung der Rettungskarte in der Sonnenblende empfohlen. Gegen diese Platzierung sprechen allerdings zahlreiche Fakten:
  • Die Sonnenblende sollte ihrem ursprünglichen Zweck des Schutzes vor Lichteinwirkung nicht entfremdet werden.
  • Nur 50 % der Fahrzeuge haben eine Lasche in der Sonnenblende zur Aufnahme der Rettungskarte. Sie kann deshalb nur in max. 50 % aller Fälle an diesem Ort aufgefunden werden.
  • Wenn die Rettungskarte herausgenommen wird (z. B. bei Benutzung des Spiegels) ist nicht sichergestellt, dass sie dort wieder deponiert wird.
  • Bei zerborstener Frontscheibe nach einem Crash kann durch Regen oder Schnee die Rettungskarte aufweichen und unlesbar werden.
  • Bei intakter Frontscheibe müssen die Helfer über der verunfallten Person die Scheibe zerschlagen bzw. zersägen. Dabei können Glaspartikel auf den Verletzten herabfallen und weitere Verletzungen verursachen.
  • Die Sonnenblende kann zerstört werden und damit auch die Rettungskarte
  • Bei offener Cabriofahrt kann die Rettungskarte flattern, verloren gehen oder störende Geräusche auslösen.
  • 4 DIN-A4-Blätter (z. B. bei Hybridfahrzeugen) stören an der Sonnenblende extrem, wenn diese zum Schutz vor Lichteinwirkung nach unten geklappt ist.
  • Bei Anbringung in der Sonnenblende muss ein zusätzlicher Hinweisaufkleber irgendwo im Fahrzeug angebracht werden, damit überhaupt sichtbar wird, daß eine Rettungskarte mitgeführt wird. Bei Positionierung an der Frontscheibe wird die Sicht unnötig beeinträchtigt.  
Rettungskarten können auf der Homepage der jeweiligen Fahrzeughersteller heruntergeladen werden.
Sie sparen sich und uns wertvolle Zeit.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü