Chronik - Freiwillige Feuerwehr Haslach





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Chronik

Über uns
Haslach (oder Haselach, wie der Ort im 13. und 14. Jahrhundert genannt wurde) ist die Siedlung an der mit Haselstauden gesäumten "Ache".
"Ache" ist ein uraltes Wort, das soviel wie "Wasser" bedeutet. Nach der Meinung von Sprachwissenschaftlern können Orte mit "-ach" sehr alt sein.
Haslach hatte in alter Zeit ein vom Orte her benanntes Geschlecht vom sogenannten niederen Adel. So erschien - nach einer alten Urkunde, die sich im Hauptstaatsarchiv in München befindet - Im Jahre 1248 ein Haeinricus (Heinrich) von Haselach als Zeuge einer Schenkung, worin ein Kunrad von Siebenbrunn an das Kloster in Auhausen Güter in Illenschwang vermachte. 1330 wird ein Seifried (Seitz) von Haslach genannt und 1335 wird Liupolt von Haslach erwähnt; er war Chorherr, Schulmeister (Scholastikus) und Ammann zu "Fuhtwang" (Feuchtwangen).
Als letzter in der Reihe des niederen Ortsadels wird 1343 "Herr Kunrad von Haslach" genannt, er wirkte bei der Stiftung Heinrichs von Dürrwangen an die Kapelle zu Dürrwangen als urkundlicher Zeuge mit. Der Burgstall (Stelle der Burg) scheint nordöstlich des Ortes gegen die Witzmannsmühle gestanden zu haben. Es war wohl ein Turmhügel (aufgeworfener Erdhügel, umgeben von Wall und Graben), ähnlich denen zu Rühlingstetten oder zu Waldeck, die beide noch gut erhalten sind. 
Die Anwohner von Haslach - man spricht von etwa 18 Anwesen - waren in der damaligen Zeit verschiedenen Herrschaften untertan und zinspflichtig: so gab es 8 Dinkelssbühlische, 6 Öttingen-Spielbergische, 2 Deutschorden´sche und 2 Weiltingisch-würrtembergische Höfe zur gleichen Zeit nebeneinander im Ort. Wegen der sog. "Hohen Gerichtsbarkeit" gab es ständig Reibereien zwischen Ansbach und Öttingen.
Eine besonderst hervorzuhebende Bedeutung von Haslach im Laufe der folgenden Jahrhunderte nicht erlang. Seine Bewohner schlugen sich so recht und schlecht als Bauern auf den zum Teil mageren Sandfelder durch.
Als die Industrie aufkam und der Sand eine begehrte Ware für die verschiedensten Baumassnahmen wurde, änderte sich auch der rein bäuerliche Charakter des Ortes. Die meisten Einwohner gehen heute in den umliegenden Gemeinden und Städten zur Arbeit.
Die beiden Weltkriege gingen leider auch nicht spurlos an Haslach vorbei. Die Gemeinde hatte im 1. Weltkrieg 7 Gefallene und im 2. Weltkrieg 17 Gefallene und 3 Vermisste zu beklagen. Ein Kriegerdenkmal an der Dorfstrasse erinnert an die gefallenen und vermissten Söhne von Haslach.
Wenden wir uns nun der Entwicklung des Ortes in den letzten Jahrzehnten zu. In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg wurde das Gebiet um Haslach aus geologischen Gründen im grossen Ausmass zu einem Wassergewinnungsgebiet für die Fernwasserversorgung Franken ausgesucht. Im Jahre 1951 begannen dann die Verhandlungen und Planungen des Zweckverbandes der Fernwasserversorgung Franken (FWF) mit der Gemeinde Haslach. Es war ein langer, beschwerlicher weg bis dann am 03. September 1962 Ministerpräsident Dr Goppel die Pumpen im Pumpwerk Haslach erstmals in Betrieb setzte. Seither liefert das Einzugsgebiet Matzmannsdorf – Haslach dem Zweckverband gutes Wasser. 1957 – 1959 wurden die Bauarbeiten für das Wasserleitungsnetz im Ortsbereich durchgeführt. Kanalisation und Kläranlage wurde 1972 fertig gestellt. Baugebiete wurden ausgewiesen und eine rege Bautätigkeit setzte ein. Strassenbau und Teerung machten die Ortstrassen staubfrei. Die Feuerwehr konnte Ihre Einsatzbereitschaft und Schlagkraft wesentlich verstärken durch die Anschaffung moderner Geräte und den Bau eines neuen Feuerwehrhauses im Jahre 1976.
Eine Flurbereinigung wurde durchgeführt und im Jahre 1979 abgeschlossen. Im Rahmen dieser Flurbereinigung wurde auch an die Jugend gedacht. So wurde eine ehemalige Sandgrube als Sportzentrum umgestaltet. Es entstand dabei ein Sportplatz, Bolzplatz, Baggerweiher und ein Kinderspielplatz. In den folgenden Jahren wurde ein Teil des Geländes zu einem Jugendzeltplatz umgestaltet und ein Gebäude mit Sanitäreinrichtungen erstellt. Dieser Jugendzeltplatz ist mittlerweile über die Grenzen des Landkreises hinaus ein begehrtes Ziel für viele Jugendgruppen.
Nachdem überall im Lande die Gebietsreform kommunalpolitisch einiges verändert hat, musste auch die Gemeinde Haslach diesen Weg gehen. Am 1. Mai 1978 hat sich die Gemeinde Haslach der Marktgemeinde Dürrwangen angeschlossen, nachdem bereits früher Gemeinden Sulzach, Halsbach und Neuses – Flinsberg zu dieser Gemeinde gestossen sind.
Der letzte Bürgermeister von Haslach war Robert Hofmann, er war seit 1945, mehr als 32 Jahre im Amt.
Haslach hatte zum Zeitpunkt der Eingemeindung insgesamt 318 Einwohner.

Quellen:  Abschriften von Urkunden aus dem Hauptstaatsarchiv in München.
     Gesammelte Zeitungsausschnitte und Druckschriften
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